Nieren & Harnwege
Wasserlassen beim Sex ist meist Inkontinenz, selten Ejakulat. NICE rät zuerst zu Beckenbodentraining; zum Arzt bei Blut, Fieber oder zunehmendem
Hellgelber Urin ist meist die Normalfarbe bei guter Flüssigkeitszufuhr. Neonfarbe oft durch Vitamin B2. Bei Rot, Braun oder Fieber zeitnah
Süßer Uringeruch kann von Glukose oder Ketonen stammen. Bei Durst, Erbrechen oder Verwirrung Blutzucker und Ketone prüfen, notfalls die Klinik
Fischgeruch im Urin entsteht oft durch konzentrierten Harn, Blasenentzündung oder bakterielle Vaginose. Bei Fieber oder Flankenschmerz sofort abklären.
Leukozyten im Urin bedeuten Entzündung, oft einen Infekt. Ab 10 Zellen pro Mikroliter gilt Pyurie. Bei Fieber oder Flankenschmerz den
Urin nach Ammoniak entsteht meist durch konzentrierten Harn oder einen Infekt. Bei Fieber, Flankenschmerz oder Blut noch am selben Tag
Rote Bete kann Urin und Stuhl rosa färben. Beeturie trifft 10–14 Prozent, öfter bei Eisenmangel. Mikroskopie klärt Blut; Schmerz oder
Beckenbodenübungen können Stress- und Dranginkontinenz lindern. NICE rät zu 8 Kontraktionen dreimal täglich über 3 Monate. Bei Blut im Urin
Anurie heißt 0 bis 100 ml Urin am Tag, nicht unter 500 ml. Ursachen, KDIGO-Stufe 3 und Notfallzeichen. Bei fehlendem
Blasenzysten sind meist gutartig. Blut im Urin, Harndrang und wiederholte Infekte zeitnah klären lassen; oft reicht Beobachtung nach der Gewebeprobe.
Niereninfektion beginnt mit Fieber und Flankenschmerz. Urinkultur vor Antibiotika, oft 5–7 Tage; bei Sepsis, Erbrechen oder Schwangerschaft rasch in die
Einfache Nierenzysten sind meist Zufallsbefunde. Bosniak I und II brauchen keine Kontrolle; Fieber, Blut im Urin oder Flankenschmerz abklären lassen.
Interstitielle Zystitis macht Blasenschmerz und Harndrang ohne Infekt. Hunner-Läsionen prüfen, Elmiron-Augenrisiko kennen, früh zur Praxis gehen.
Überaktive Blase beim Mann heißt plötzlicher Harndrang, oft nachts. Die Prostata erklärt das nicht immer. Wann zum Arzt, welche Tabletten
Häufiges Wasserlassen bei Frauen heißt oft mehr als acht Gänge täglich. Infekt, Drangblase oder Diabetes prüfen; Blut, Fieber oder Flankenschmerz
Nierenkolik ist wellenförmiger Flankenschmerz durch einen Harnleiterstein. NSAR zuerst, Fieber bedeutet Notfall, Steine unter 5 mm gehen oft von selbst
Phosphat über 4,5 mg/dl heißt Hyperphosphatämie. Oft durch Nierenschwäche. Bindemittel, Diät und wann Krämpfe oder Kribbeln in die Klinik gehören.
Glomerulonephritis entzündet die Nierenfilter. Teefarbener Urin, Schaum und Ödeme sind Warnzeichen; bei wenig Urin rasch zum Arzt, nicht selbst dosieren.
Hypermagnesiämie liegt oft über 2,6 mg/dl, meist bei Nierenschwäche plus Magnesiummittel. Kalzium kann akut helfen; Atemnot braucht rasche Notfallhilfe.
Diabetische Nephropathie schädigt Nierenfilter bei Diabetes. Jährlich UACR und eGFR prüfen, Blutdruck unter 130/80; SGLT2-Hemmer können den Verlauf bremsen.
Nitrite im Urin deuten oft auf einen Harnwegsinfekt hin. Der Streifen allein reicht nicht; Leukozyten, Kultur und Fieber entscheiden über
Urinleck beim Husten ist Belastungsinkontinenz. Supervidiertes Beckenbodentraining über drei Monate kann Lecks mindern; bei Blut im Urin zur Ärztin.
Anhaltender Blasendruck kann von Infekt, Beckenboden oder Blasenschmerzsyndrom kommen. Urintest zuerst; Fieber, Flankenschmerz oder Blut gehören zum Arzt.
Wenig klarer Schleim im Urin ist oft harmlos. Viel Schleim plus Brennen, Blut oder Fieber gehört zum Arzt; Mittelstrahlurin klärt
