Fußpilz Symptome Behandlung und Arztbesuch

Fußpilz Symptome Behandlung und Arztbesuch

Fußpilz, medizinisch Tinea pedis, ist eine ansteckende Infektion der Fußhaut durch Fadenpilze, die Dermatophyten genannt werden. Cremes, Sprays oder Puder aus der Apotheke mit Terbinafin, Clotrimazol oder Miconazol können die meisten leichten Fälle in zwei bis vier Wochen bessern; von allein klingt die Infektion selten ab.

Dieselben Erreger verursachen auch Körperpilz und Leistenpilz. Sie wachsen, wo Haut warm und feucht bleibt, vor allem in geschlossenen Schuhen und in den Zehenspalten. Die Fachübersicht von Leung und Kollegen in Drugs in Context (2023) schätzt die weltweite Punktprävalenz auf etwa drei Prozent und das Lebenszeitrisiko auf bis zu 70 Prozent. Rückfälle sind häufig, weil Schuhe, Socken und gemeinsame Duschen den Pilz weitertragen.

Ältere Ratgeber empfahlen bei Schwellung oft eine Hydrocortison-Creme aus dem Regal. Das CDC warnt inzwischen davor, Steroidcremes allein auf einen möglichen Hautpilz zu streichen: sie können die Infektion ausdehnen und das typische Bild verwischen. Orales Ketoconazol ist wegen Leberschäden praktisch aus der Therapie verschwunden. Neu auf der Landkarte ist Trichophyton indotineae, ein Dermatophyt, der Terbinafin oft nicht mehr beantwortet.

Was ist Fußpilz und wie häufig tritt er auf?

Fußpilz ist die häufigste Dermatophyten-Infektion der Haut nach der Pubertät und sitzt in der verhornten Oberschicht, nicht im Blut. StatPearls (Aktualisierung Oktober 2023) nennt Trichophyton rubrum als Ursache von rund 70 Prozent der Fälle; Trichophyton interdigitale und Epidermophyton floccosum teilen sich den Rest.

Der lateinische Name Tinea pedis bedeutet wörtlich „Flechte des Fußes“. Ringelflechte ist derselbe Pilztyp an anderer Stelle, kein Wurm. Männer erkranken häufiger als Frauen, das Altersmaximum liegt laut Leung zwischen 16 und 45 Jahren, wenn Beruf und Freizeit die Füße lange in Schuhen halten. Vor der Pubertät bleibt die Diagnose selten; die britische Kurzleitlinie NICE CKS hält sie bei jüngeren Kindern für ungewöhnlich und rät dann eher zur Absicherung im Labor.

Geschlossene Kunststoffschuhe, starkes Schwitzen und nasse Socken schaffen den Nährboden. Gemeinschaftsbäder, Umkleiden und Hotelzimmerböden gelten als klassische Fundorte der Sporen. Wer Diabetes hat, immunsupprimierende Medikamente nimmt oder die Hautbarriere schon rissig ist, trägt ein höheres Risiko für hartnäckige Verläufe und bakterielle Zweitinfektionen.

Die Infektion bleibt ohne Behandlung oft chronisch und dient als Reservoir für Nagelpilz, Leistenpilz und Handpilz. Drei Prozent Prävalenz und 70 Prozent Lebenszeitrisiko beschreiben nur, wie oft der Pilz vorkommt, nicht wie schwer der einzelne Fall verläuft.

[Fußpilz kleiner Zeh]

Welche Symptome gehören zu den drei Formen?

Juckreiz, Schuppen und rissige Haut in den Zehenspalten sind das Leitbild, oft mit Brennen direkt nach dem Ausziehen der Schuhe. Die Mayo Clinic (Stand 6. Januar 2026) ergänzt Blasen, geschwollene Haut und trockene Schuppung an Sohle und Fußrand; die Farbe kann je nach Hautton rot, lila oder grau wirken.

Drei klinische Formen dominieren. Die interdigitale Form ist die häufigste: silbrig-weiße Schuppen, Aufweichung und schmerzhafte Einrisse, typischerweise zwischen vierter und fünfter Zehe. Wird die Stelle bakteriell besiedelt, riecht sie faulig; Leung spricht dann von einem Dermatophytose-Komplex. Die Mokassin-Form überzieht Sohle, Ferse und Seiten wie ein Schuh aus Schuppen, oft wenig juckend, dafür dick und rissig, und spricht auf kurze Cremeserien schlechter an. Die vesikulobullöse Form setzt juckende oder schmerzende Bläschen vor allem am Fußgewölbe; platzen sie, bleibt eine nässende Fläche.

Eine seltene ulzeröse Variante mit offenen Stellen tritt vor allem bei Durchblutungsstörung, Diabetes oder Abwehrschwäche auf. Manche Leistungssportler tragen den Pilz ohne Beschwerden im Zehenzwischenraum; solche okkulten Fälle erklärt Leung mit positiven Kulturen bei Schwimmern und Marathonläufern ohne sichtbare Herde.

Kratzen überträgt Sporen auf Hände und Leiste. Das Zwei-Füße-eine-Hand-Muster (beidseitiger Fußpilz plus eine Hand) entsteht oft genau so. Fern vom Fuß können symmetrische Bläschen an Handflächen erscheinen, eine Dermatophytid-Reaktion; Leung schätzt sie auf 7 bis 17 Prozent. In diesen Fernherden stecken keine Pilzfäden, sie klingen ab, wenn der Fuß behandelt wird.

Wie steckt man sich an und wer ist gefährdet?

Der Pilz springt durch direkten Hautkontakt oder über Schuppen auf Böden, Handtüchern, Socken und Schuhen. Das CDC (Stand 6. Januar 2026) nennt Gemeinschaftsduschen, Umkleiden und geteilte Textilien als typische Wege; nasse oder verletzte Fußhaut erleichtert das Angehen.

In Familien ist die Weitergabe laut Leung der häufigste Pfad: Kinder holen sich Sporen von Erwachsenen über gemeinsames Bad oder geteilte Handtücher. Autoinokulation vom eigenen Fuß in die Leiste passiert, wenn dasselbe Tuch erst die Zehen und dann den Rumpf abtrocknet. Haustiere können Dermatophyten tragen; nach dem Streicheln die Hände zu waschen, gehört zu den CDC-Tipps. Der klassische Fußerreger T. rubrum ist jedoch vor allem an den Menschen angepasst, nicht an jedes juckende Fell.

Enge, schlecht belüftete Schuhe halten Wärme und Feuchtigkeit fest. Kunststofffutter steigert das Risiko gegenüber Leder oder Segeltuch, weil der Fuß darin weniger verdunstet. Hyperhidrose, langes Stehen in Arbeitsschuhen, Schwimmbadberufe und Mannschaftssport häufen Fälle. StatPearls hebt Diabetes und okklusive Schuhe besonders hervor.

Ein geschwächtes Immunsystem ändert die Prognose mehr als die Ansteckungsfähigkeit. Organtransplantierte, Menschen unter Chemotherapie und Personen mit schlecht eingestelltem Diabetes können aus einem banalen Zehenbefund eine tiefe bakterielle Infektion entwickeln. Deshalb gilt Fußpilz dort nicht als Kosmetikproblem.

Wann zum Arzt und wann nicht warten?

Wer Diabetes hat oder denkt, Fußpilz zu haben, soll die Praxis aufsuchen, nicht wochenlang selbst experimentieren. Die Mayo Clinic setzt dieselbe Schwelle für Immunschwäche und für Zeichen einer bakteriellen Infektion: Schwellung, Eiter, Fieber.

Ohne solche Risikofaktoren darf die Apotheke den ersten Schritt machen. Bleibt der Ausschlag nach etwa zwei Wochen rezeptfreier Creme unverändert, ist der nächste Termin fällig; MedlinePlus nennt zwei bis vier Wochen Selbstbehandlung als Rahmen. Die NHS-Seite (29. April 2024) schickt zusätzlich zum Hausarzt, wenn starke Schmerzen bestehen, der Fuß oder das Bein heiß, schmerzhaft und gerötet ist, die Infektion auf die Hände übergreift oder die Abwehr geschwächt ist. Auf dunkler Haut kann die Rötung schwächer auffallen; Wärme und Schmerz zählen dann mehr als die Farbe.

Situation Was tun Quelle
Leichter Juckreiz ohne Risikokrankheit Apotheken-Antimykotikum, Füße trocken halten CDC, NHS
Keine Besserung nach 2 Wochen Creme Praxis aufsuchen, Diagnose prüfen Mayo Clinic
Diabetes oder Immunsuppression Zeitnah Arzt, nicht nur Selbstbehandlung Mayo, NHS, CDC
Heißer, geschwollener Fuß, Eiter, rote Streifen, Fieber Sofort ärztlich klären, Verdacht auf Bakterien MedlinePlus, NHS
Ausgedehnter Befall oder Nagelbeteiligung Abstrich erwägen, oft Tabletten nötig NICE CKS, Leung

Rote Streifen am Unterschenkel, zunehmende Schmerzen beim Gehen und allgemeines Krankheitsgefühl gehören nicht mehr zur „einfachen“ Tinea. Cellulitis und Lymphangitis brauchen Antibiotika, nicht nur mehr Creme. Kinder mit ausgedehntem Befund oder Therapieversagen sollen laut NICE CKS zur Dermatologie, weil orale Mittel und die Differenzialdiagnose dort anders gewichtet werden.

Wie wird Fußpilz in der Praxis erkannt?

Der Blick auf Schuppen und Mazeration reicht oft nicht. Leung zitiert eine Untersuchung, in der die klinische Diagnose an der Sohle nur eine Sensitivität von 0,47 und im Zehenzwischenraum von 0,37 erreichte; viele Ekzeme und Schuppenflechten täuschen denselben Eindruck vor.

Ein Kaliumhydroxid-Präparat (KOH) vom aktiven Rand oder vom Blasendach macht Septenhyphen unter dem Mikroskop sichtbar, meist in unter zwei Stunden. NICE CKS empfiehlt eine Probe zur Mikroskopie und Kultur, wenn der Befund ausgedehnt ist, die Diagnose unsicher bleibt oder die Creme versagt. Die Kultur auf Sabouraud-Agar braucht ein bis zwei Wochen, bestimmt aber die Art; das wird wichtig, sobald Terbinafin nicht mehr greift.

Abzugrenzen sind interdigitale Candidose, Erythrasma, Kontakt- oder atopisches Ekzem, Psoriasis der Fußsohlen, Grübchenkeratolyse und juvenile Plantardermatose. Eine Steroidcreme aus der Hausapotheke kann das Bild so verwischen, dass Dermatologinnen von Tinea incognito sprechen: der Rand verliert sich, Pusteln treten auf, der Juckreiz lässt nach, der Pilz wächst weiter.

Reiseanamnese und Therapieresistenz gehören seit den Ausbrüchen von T. indotineae zur Anamnese. Das CDC rät, bei ungewöhnlich ausgedehnten, hartnäckigen Herden die Reise- und Kontaktgeschichte zu nennen, weil Speziallabore für Artbestimmung und Empfindlichkeitstest nicht überall bereitstehen.

Welche Cremes und Sprays aus der Apotheke helfen?

Lokale Antimykotika bleiben die Grundlage bei begrenztem, unkompliziertem Fußpilz. Das CDC nennt für Hautformen wie Tinea pedis eine Anwendung über zwei bis vier Wochen und verlangt, die Packungsdauer auch dann zu Ende zu führen, wenn der Juckreiz schon nachlässt.

Allylamine wie Terbinafin wirken fungizid und können die interdigitale Form oft in einer Woche bessern; die Mokassin-Form braucht laut Leung eher vier Wochen. Azole wie Clotrimazol, Miconazol und Ketoconazol (lokal) hemmen das Wachstum und werden meist ein- bis zweimal täglich über denselben Zwei-bis-Vier-Wochen-Korridor gestrichen. Tolnaftat und Ciclopirox sind weitere Optionen; Ciclopirox deckt zusätzlich Hefen und viele Bakterien ab, was bei übel riechender Mazeration nützlich sein kann. Nystatin gehört nicht dazu, es trifft Dermatophyten nicht.

Die Mayo-Behandlungsseite (6. Januar 2026) hebt Terbinafin als besonders wirksam hervor und rät, nach Abklingen des Ausschlags noch etwa eine Woche weiterzustreichen. MedlinePlus nennt ein bis zwei Wochen Nachbehandlung. Zweimal täglich nach dem Waschen und gründlichen Trocknen auftragen, auch ein Stück über den sichtbaren Rand, hält die Sporenfront besser. Puder in die Schuhe kann Feuchtigkeit binden, ersetzt aber keine Creme auf der Haut.

Wer zu früh aufhört, erlebt oft denselben Herd in derselben Schuhkammer. Einmal tägliche Präparate (etwa bestimmte Terbinafin- oder Sertaconazol-Cremes) können die Durchhaltequote verbessern, ändert aber nichts daran, dass die volle Dauer zählt. Manche Packungen sind nur für Erwachsene zugelassen; die NHS empfiehlt, Beipackzettel zu lesen oder die Apotheke zu fragen, bevor ein Kind behandelt wird.

[Fußpilz auf Fußsohle]

Wann sind Tabletten gegen Fußpilz nötig?

Orale Antimykotika sind Zweitlinie: bei ausgedehntem, chronischem oder rückfälligem Befall, nach Versagen der Creme, bei Abwehrschwäche oder wenn gleichzeitig Nagelpilz besteht. NICE CKS setzt bei Erwachsenen mit schwerer oder ausgedehnter Krankheit orales Terbinafin an die erste Stelle, sofern Mikroskopie oder Klinik das tragen; Itraconazol oder Griseofulvin sind Ausweichoptionen.

StatPearls und die Leung-Übersicht nennen für Erwachsene typische Schemata, die nur die verschreibende Praxis festlegt: Terbinafin 250 mg täglich über zwei Wochen; Itraconazol 200 mg zweimal täglich über eine Woche; Fluconazol 150 mg einmal wöchentlich über zwei bis sechs Wochen. Kinderdosen richten sich nach dem Gewicht und gehören nicht in die Selbstmedikation. Die Cochrane-Auswertung von 15 Studien mit 1438 Teilnehmenden fand Terbinafin wirksamer als das ältere Griseofulvin (gepooltes Risikoverhältnis 2,26) und Terbinafin wie Itraconazol wirksamer als Scheinbehandlung.

Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten unerwünschten Wirkungen. Terbinafin kann selten die Leber belasten; Itraconazol und Fluconazol haben viele Wechselwirkungen, unter anderem mit manchen Herz- und Gerinnungsmedikamenten. Orales Ketoconazol ist wegen Hepatotoxizität aus der Routine verschwunden. Griseofulvin gilt in der Schwangerschaft als ungeeignet und wird heute selten gewählt.

Hartnäckige, ausgedehnte Plaques nach Südasien-Reise oder nach wochenlanger Terbinafin-Gabe wecken den Verdacht auf resistente Stämme. In der CDC-Umfrage unter Infektiologinnen und Infektiologen (2024) war T. indotineae in mindestens elf US-Bundesstaaten nachgewiesen; Itraconazol half in publizierten Serien oft, braucht aber lange Kurse und Spiegelkontrolle. Das ist Spezialgebiet, nicht Apothekenregal.

Warum Steroidcremes allein schaden können

Eine juckende Stelle am Fuß ist nicht automatisch ein Ekzem, und eine Kortisoncreme aus der Hausapotheke ist kein Diagnosetest. Das CDC schreibt klar: Steroidcremes oder -salben nicht auf Hautpilz oder auf einen Ausschlag streichen, der Tinea sein könnte.

Kortikoide dämpfen die örtliche Abwehr. Der Pilz kann sich dann über größere Flächen schieben, Brennen und Rötung nehmen zu, der Rand verwischt. Später erschwert genau dieses veränderte Bild die KOH-Diagnose. Leung beschreibt Tinea incognito nach Calcineurin-Hemmern oder Steroiden: weniger Juckreiz, dafür Papeln und Pusteln, weiter wachsende Hyphen.

NICE CKS und die NHS erlauben eine kurze, schwach potente Hydrocortison-Creme nur zusätzlich zum Antimykotikum, wenn die Entzündung stark ist, und dann als Rezept, nicht als Monotherapie. Das ist der Unterschied zu älteren Texten, die Hydrocortison bei Schwellung einfach neben die Fußcreme stellten. Wer beides mischt, soll die Kombination mit der Praxis oder der Apotheke abstimmen, statt zwei Tuben auf Verdacht zu kombinieren.

Teebaumöl, Essig- oder Salzbäder und Pflanzenextrakte tauchen in Ratgebern auf, haben aber laut Leung keine belastbaren großen Zufallsstudien hinter sich. Kühles Wasser kann Juckreiz lindern, ersetzt aber kein Antimykotikum. Kratzen öffnet die Barriere für Bakterien und verteilt Sporen. Die Infektion wartet nicht auf Hausmittel; sie braucht einen Wirkstoff, der Ergosterol in der Pilzzellwand trifft.

Welche Komplikationen drohen unbehandelt?

Unbehandelter Fußpilz bleibt selten lebensbedrohlich, kann aber die Hautbarriere dauerhaft aufreißen. Durch die Risse gelangen Bakterien in tiefere Schichten; StatPearls listet Cellulitis, Pyodermie, Lymphangitis und in schweren Fällen Osteomyelitis, vor allem bei Diabetes, Immunschwäche oder Durchblutungsstörung.

Nagelpilz (Onychomykose) ist die häufigste Nachbarinfektion. Der Nagel wird dick, verfärbt und bröckelig; die Behandlung dauert Monate und braucht oft Tabletten. Eine systematische Übersicht von 2022, zitiert bei Leung, fand unter 2382 Kindern mit Nagelpilz bei 22 Prozent gleichzeitig Tinea pedis. Umgekehrt hält unbehandelter Fußpilz den Nagel als Reservoir am Leben.

Die Hände (Tinea manuum) und die Leiste (Tinea cruris) folgen dem Handtuch und den Fingernägeln. Rund 84 Prozent der Handpilz-Fälle haben laut Leung gleichzeitig Fußpilz. Majocchi-Granulom und tiefe Dermatophytose sind selten und betreffen eher immunschwache Haut.

Cellulitis kündigt sich mit Wärme, Schwellung, Schmerz und manchmal Fieber an. Interdigitale Tinea gilt bei Lymphödem als Risikofaktor für genau diese Weichteilinfektion. Das CDC nennt Fußpilz zwischen den Zehen ausdrücklich als Grund, warum Menschen mit Diabetes die Fußsprechstunde aufsuchen sollen: aus einer kleinen Rhagade kann ein Ulkus werden.

Wie lässt sich Fußpilz vorbeugen?

Trockenheit und getrennte Textilien senken das Risiko stärker als irgendein Puder allein. Die American Academy of Dermatology und die Mayo Clinic raten zu festem Schuhwerk in öffentlichen Duschen, auf Beckenrändern und in Umkleiden, auch unter der Gymnastikbrause.

Nach dem Waschen die Zehenspalten tupfen statt reiben, empfiehlt der NHS; ein eigenes Fußhandtuch, das oft heiß gewaschen wird, hält die Familie aus der Kette. Baumwoll- oder Funktionssoecken täglich wechseln, bei Schweiß öfter. Schuhe aus Leder oder Stoff atmen besser als Vinyl. Paare rotieren, damit die Kammer 24 Stunden trocknen kann; der NHS nennt zwei bis drei Tage hintereinander in demselben Paar als Fehler.

  • Tragen Sie in Gemeinschaftsduschen und am Beckenrand wasserdichte Sandalen, weil Sporen auf nassen Fliesen überdauern können.
  • Wechseln Sie Socken mindestens einmal täglich und nach dem Sport, damit Feuchtigkeit den Pilz nicht weiter füttert.
  • Lassen Sie Schuhe zwischen den Tragezeiten vollständig trocknen und teilen Sie sie nicht mit anderen Personen.
  • Ziehen Sie nach dem Baden erst Socken an und danach die Unterwäsche, damit Sporen seltener in die Leiste wandern.
  • Waschen Sie Handtücher, Bettwäsche und Sportzeug regelmäßig heiß und vermeiden Sie gemeinsames Benutzen.

Antimykotisches Puder in Schuhen kann Rückfälle bei Vielschwitzern stützen, ersetzt aber keine Behandlung des aktuellen Herdes. Alte, durchgeschwitzte Turnschuhe wegwerfen, wenn der Pilz immer wiederkehrt, nennt StatPearls als pragmatischen Schritt. Schule und Arbeit müssen laut NHS nicht pausieren; barfuß im Sportunterricht ist trotzdem unklug, solange die Haut offen ist.

Häufige Fragen

Geht Fußpilz von allein weg?

Meist nicht. Der NHS schreibt, dass die Infektion ohne Antimykotikum unwahrscheinlich von selbst heilt, Apothekenmittel aber in wenigen Wochen wirken können. Feuchte Schuhe halten den Herd am Leben, auch wenn der Juckreiz zwischendurch nachlässt.

Wie lange muss ich die Creme benutzen?

Zwei bis vier Wochen sind der CDC-Rahmen für Hautformen; nach Abklingen noch ein bis zwei Wochen weitermachen, raten Mayo Clinic und MedlinePlus. Interdigitaler Befall mit Terbinafin kann kürzer ansprechen, die Mokassin-Form braucht oft die volle Distanz. Zu früher Stopp ist der häufigste Grund für denselben Ausschlag im nächsten Monat.

Darf ich mit Fußpilz schwimmen oder zur Arbeit?

Ja, Schule und Beruf müssen laut NHS nicht ausgesetzt werden. In der Schwimmhalle und in der Umkleide gehören Badeschuhe an die Füße, und das eigene Handtuch bleibt beim Fuß. Offene Rhagaden sollten vor dem Becken verarztet und trocken gehalten werden, damit Bakterien keine zusätzliche Tür finden.

Kann Fußpilz auf Nägel oder Hände übergehen?

Ja. Unbehandelte Tinea pedis ist ein klassischer Vorläufer von Nagelpilz, und Kratzen trägt Sporen auf eine Hand. Leung beschreibt das Zwei-Füße-eine-Hand-Muster und eine hohe Überlappung von Hand- und Fußbefall. Deshalb nach dem Eincremen die Hände mit Seife waschen.

Ist Fußpilz bei Diabetes gefährlicher?

Ja, weil Risse die Eintrittspforte für Bakterien sind und das Gefühl in den Füßen oft vermindert ist. Mayo Clinic und NHS wollen Menschen mit Diabetes bei Verdacht auf Fußpilz in der Praxis sehen, nicht erst nach Wochen Creme. Wärme, Eiter oder ein neues Geschwür gehören in dieselbe Schicht wie andere diabetische Fußprobleme.

Helfen Teebaumöl oder eine Steroidcreme?

Für Teebaumöl und ähnliche Pflanzenmittel fehlen große, saubere Studien, schreibt Leung 2023. Eine Steroidcreme allein kann den Pilz nach CDC-Angaben schlimmer machen. Kurzes Hydrocortison gibt es nur ergänzend zum Antimykotikum und nach ärztlichem Rat, wenn die Haut stark entzündet ist.

[Fußpilz - mikroskopische Ansicht]

Fazit

Morgen zählt der nächste nasse Schuh mehr als jede Theorie. Füße waschen, Zehenspalten trocken tupfen, eine antimykotische Creme aus der Apotheke über die volle Packungsdauer streichen und dasselbe Paar nicht tagelang hintereinander tragen. Kortison allein auf den Juckreiz zu legen, ist der Fehler, den aktuelle CDC-Seiten ausdrücklich streichen.

Wer Diabetes hat, Fieber oder Eiter sieht oder nach zwei Wochen keine Wendung bemerkt, holt die Praxis dazu statt eine dritte Tube. Tabletten, Abstrich und die Frage nach resistenten Stämmen gehören dorthin, nicht ins Badezimmerregal. Rückfälle sind alltäglich, weil Sporen in der Sohle überdauern; wer Handtücher trennt und in der Halle Schuhe trägt, nimmt dem Pilz den nächsten Wirt.

Quellen

  1. Mayo Clinic: Athlete’s foot – Symptoms and causes. Mayo Clinic, 6. Januar 2026.
  2. Mayo Clinic: Athlete’s foot – Diagnosis and treatment. Mayo Clinic, 6. Januar 2026.
  3. MedlinePlus: Athlete’s foot: MedlinePlus Medical Encyclopedia. MedlinePlus, 1. April 2025.
  4. CDC: Treatment of Ringworm. Centers for Disease Control and Prevention, 9. Februar 2026.
  5. CDC: Ringworm Basics. Centers for Disease Control and Prevention, 6. Januar 2026.
  6. NHS: Athlete’s foot – symptoms and treatment. National Health Service, 29. April 2024.
  7. Bell-Syer SEM, Khan SM, Torgerson DJ: Oral antifungal drugs for treating athlete’s foot (tinea pedis). Cochrane Database of Systematic Reviews, 17. Oktober 2012.
  8. Nigam PK, Syed HA, Saleh D: Tinea Pedis – StatPearls – NCBI Bookshelf. StatPearls, 29. Oktober 2023.
  9. NICE: Fungal skin infection – foot. NICE Clinical Knowledge Summaries, Stand: 2024.
  10. Leung AKC, Barankin B, Lam JM et al.: Tinea pedis: an updated review. Drugs in Context, 29. Juni 2023.
  11. Gold JAW, Benedict K, Lockhart SR et al.: Recognition of Antifungal-Resistant Dermatophytosis by Infectious Diseases Specialists, United States. Emerging Infectious Diseases, 13. August 2024.
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