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Neues Medikament halbiert bisher nicht behandelbare Migräneattacken

Ein neues Medikament bietet Millionen von Menschen, die mit behandlungsresistenter Migräne leben, neue Hoffnung. Die Verbindung, die als Erenumab bezeichnet wird, hat sich bei Menschen als erfolgreich erwiesen, die bis zu vier frühere vorbeugende Behandlungen nicht bestanden hatten.

Frau mit Migräne

Die neue Studie wurde von Dr. Uwe Reuter geleitet, der an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Deutschland angegliedert ist.

Die Ergebnisse des Teams geben den 36 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten, deren Leben von Migräne betroffen ist, Hoffnung.

Migräne ist eine behindernde neurologische Erkrankung, für die es noch keine Heilung gibt.

Eine Episode kann zwischen 4 und 72 Stunden dauern und wird oft von anderen schwächenden Symptomen wie Erbrechen, Schwindel, Taubheitsgefühl in den Händen oder Füßen und Sehstörungen begleitet.

Es wird geschätzt, dass über 4 Millionen Menschen in den USA täglich chronische Migräne haben, was bedeutet, dass sie an mindestens 15 Tagen pro Monat einen Anfall bekommen.

Für diese Menschen könnten die neuen Erkenntnisse, die auf der 70. Jahrestagung der American Academy of Neurology in Los Angeles, Kalifornien, präsentiert werden, eine dringend benötigte Erleichterung bringen.

Das Medikament Erenumab wurde bei Menschen mit besonders schwierigen Migräne getestet, die belastungsresistent waren. Die Verbindung reduzierte die Migräneanfälle für ein Drittel der Studienteilnehmer um 50 Prozent.

Erenumab vs. frühere Behandlungen

Dr. Reuter und sein Team rekrutierten 246 Menschen mit episodischen Migräneanfällen, die durch frühere Behandlungen gescheitert waren.

Genauer gesagt hatten 39 Prozent der Teilnehmer zwei vorherige Medikamente ohne Erfolg ausprobiert, 38 Prozent waren erfolglos mit drei Medikamenten behandelt worden, und 23 Prozent hatten vier Medikamente ausprobiert, hatten aber keinen Erfolg.

Die Teilnehmer – die im Durchschnitt zu Beginn der Studie neun Migräne pro Monat hatten – wurden in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt Injektionen von 140 Milligramm des neuen Medikaments, während die andere ein Placebo erhielt.

Drogenhälften greift an und hat keine Nebenwirkungen

Drei Monate nach der Behandlung hatten 30 Prozent der Migränepatienten in der Interventionsgruppe eine um 50 Prozent reduzierte monatliche Anzahl ihrer Attacken, während die Attacken in der Placebogruppe nur um 14 Prozent auf die Hälfte reduziert waren.

Dies bedeutet, dass diejenigen, die die Behandlung erhielten, fast dreimal so häufig ihre Attacken halbieren ließen. Wichtig ist, dass das Medikament keine Nebenwirkungen zeigte.

Dr. Reuter kommentiert die Ergebnisse der Studie wie folgt: "Die Menschen, die wir in unsere Studie aufgenommen haben, wurden als schwieriger zu behandeln betrachtet, was bedeutet, dass bis zu vier andere vorbeugende Behandlungen für sie nicht funktionierten."

"Unsere Studie hat ergeben, dass Erenumab die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Migräne-Kopfschmerzen bei fast einem Drittel der Studienteilnehmer um mehr als 50 Prozent reduziert hat. Diese Verringerung der Häufigkeit von Migräne-Kopfschmerzen kann die Lebensqualität eines Menschen erheblich verbessern."

Dr. Uwe Reuter

Die Droge wirkt, indem sie Schmerzsignale im Gehirn blockiert. Insbesondere hemmt Erenumab einen Rezeptor für ein Calcitonin-Gen-verwandtes Peptid (CGRP), das für das Senden von Migräneschmerzsignalen verantwortlich ist.

Da Erenumab den Rezeptor selbst besetzt, kann sich CGRP nirgends binden.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die der Meinung waren, dass ihre Migräne schwer zu verhindern ist, tatsächlich auf eine Schmerzlinderung hoffen können", sagt Dr. Reuter. "Jetzt ist mehr Forschung erforderlich, um zu verstehen, wer am wahrscheinlichsten von dieser neuen Behandlung profitiert."

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