
Die meisten Kopfschmerzen entstehen als eigene Erkrankung, vor allem als Spannungstyp oder Migräne, nicht als Zeichen eines Tumors oder einer Blutung. Eine Zweitursache liegt vor, wenn der Schmerz zeitlich zu einer anderen Störung passt, etwa zu einem Infekt, zu häufigen Schmerztabletten oder zu einem Gefäßereignis.
Nach der Analyse der Global Burden of Disease Study 2023 lebten rund 2,9 Milliarden Menschen mit einer Kopfschmerzerkrankung, altersstandardisiert etwa 34,6 Prozent der Weltbevölkerung. Die Last in verlorenen gesunden Lebensjahren war bei Frauen mehr als doppelt so hoch wie bei Männern; den größten Anteil trug die Migräne, obwohl der Spannungstyp häufiger vorkommt. Die Weltgesundheitsorganisation stützte sich für 2021 noch auf eine Schätzung von rund 40 Prozent und 3,1 Milliarden Betroffenen. Beide Zahlen beschreiben Behinderung, nicht Sterblichkeit: Die GBD-Modelle rechnen für Kopfschmerz keine Todesfälle.
Ein einzelnes Gespräch reicht selten, um das Muster zu sichern. Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt ein Tagebuch über mindestens acht Wochen mit Häufigkeit, Dauer, Stärke, Begleiterscheinungen, eingenommenen Mitteln und Bezug zur Regelblutung. Genau diese Trennung entscheidet, ob Ruhe und einfache Analgetika genügen, ob eine migränespezifische Therapie sinnvoll ist oder ob Warnzeichen eine rasche Abklärung erzwingen.
Ist der Schmerz primär oder hat er eine Zweitursache?
Primär heißt, der Kopfschmerz selbst ist die Erkrankung und entsteht durch Überaktivität oder Störung schmerzempfindlicher Strukturen im Kopf, nicht durch eine andere Krankheit. Die Mayo Clinic (Stand 11. Juli 2026) nennt als Mitspieler chemische Signale im Gehirn, Nerven und Gefäße um den Schädel sowie Muskeln von Kopf und Nacken; bei manchen Menschen erhöhen Gene die Anfälligkeit. Häufigste Formen sind Spannungstyp, Migräne und Clusterkopfschmerz, der zu den trigeminoautonomen Kopfschmerzen zählt.
Sekundär heißt, eine andere Störung reizt dieselben schmerzempfindlichen Nerven. Die Palette reicht von harmlosem Flüssigkeitsmangel oder Kater bis zu Meningitis, Schlaganfall oder Kohlenmonoxid. Die International Classification of Headache Disorders in der dritten Auflage (ICHD-3, 2018) legt fest: Tritt ein neuer Schmerz zeitlich zu einer bekannten auslösenden Störung auf, gilt er als sekundär, auch wenn er einer Migräne, einem Spannungstyp oder einem Clusteranfall gleicht. Wird ein vorbestehender Primärschmerz chronisch oder mindestens etwa doppelt so häufig oder stark, während eine solche Störung besteht, sollen beide Diagnosen stehen.
In der Hausarztpraxis überwiegen harmlose Primärformen. Das American Family Physician (September 2022) fasst zusammen, dass Spannungstyp, Migräne und trigeminoautonome Attacken den Großteil der Vorstellungen erklären. Bildgebung bei allen Patientinnen und Patienten in einer neurologischen Ambulanz fand in einer oft zitierten Serie nur bei etwa einem Prozent eine bedeutsame Hirnveränderung; in der Primärversorgung liegt der Anteil vermutlich noch niedriger. Das entlastet nicht von der Pflicht, Warnzeichen aktiv zu erfragen. Es erklärt aber, warum die allermeisten wiederkehrenden Schmerzen ohne Fieber, ohne Lähmung und ohne plötzlichen Gipfel keine Notfallursache haben.
Auslöser eines Primärschmerzes sind keine Zweitkrankheit. Alkohol, nitratreiche Wurstwaren, Schlafmangel, schlechte Haltung, ausgelassene Mahlzeiten und Stress können eine Migräne oder einen Spannungstyp anstoßen, ohne dass eine Infektion oder ein Tumor vorliegt. Die Cleveland Clinic (Aktualisierung 29. August 2022) zählt zudem Nikotin, Anstrengung und Husten dazu. Wer solche Muster erkennt, behandelt den Primärtyp und meidet den Auslöser, statt vorschnell nach einem seltenen Tumor zu suchen.
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Wann ist ein Spannungskopfschmerz die Ursache?
Der Kopfschmerz vom Spannungstyp ist die häufigste Primärform und fühlt sich oft an wie ein fester Reif oder gleichmäßiger Druck auf beiden Seiten. NICE beschreibt leichten bis mäßigen, drückenden, nicht pulsierenden Schmerz, der durch alltägliche Tätigkeiten nicht stärker wird und typischerweise ohne Übelkeit, Erbrechen und ohne gleichzeitige Licht- und Geräuschempfindlichkeit bleibt. Episoden dauern 30 Minuten bis ununterbrochen; unter 15 Tagen im Monat gilt der Verlauf als episodisch, ab 15 Tagen über mehr als drei Monate als chronisch.
Das American Family Physician nennt eine Lebenszeitprävalenz bis 78 Prozent und für die Vereinigten Staaten eine Einjahresprävalenz von 38 Prozent bei Erwachsenen, mit Gipfel zwischen 30 und 39 Jahren und etwas höherem Anteil bei Frauen. Chronische Verläufe belasten stärker: Eine ältere Erhebung, die der Übersichtsartikel zitiert, fand bei chronischem Spannungstyp im Schnitt 27 Fehltage im Jahr gegenüber neun bei episodischem Verlauf. Viele Betroffene suchen deshalb gar keine Praxis auf, solange der Alltag noch geht.
Die genaue Ursache ist unklar. Die Cleveland Clinic und die Mayo Clinic nennen Gene, chemische Signale, Nerven und Muskeln von Kopf und Nacken; emotionaler Stress gilt als häufiger Auslöser, weil er Nacken, Gesicht, Kopfhaut und Kiefer anspannen kann. Schlafmangel, langes Starren auf Bildschirme, Alkohol und zu wenig Flüssigkeit kommen hinzu. Es gibt keine Aura. Licht- oder Geräuschempfindlichkeit kann einzeln vorkommen; beides zugleich und Übelkeit sprechen eher für Migräne.
Zur akuten Linderung erwägt NICE Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder ein nichtsteroidales Antirheumatikum, abgewogen nach Vorerkrankungen. Opioide sollen beim Spannungstyp nicht angeboten werden. Acetylsalicylsäure entfällt unter 16 Jahren wegen des Reye-Syndroms. Gegen den chronischen Spannungstyp kann ein Kurs von bis zu zehn Akupunktursitzungen über fünf bis acht Wochen erwogen werden. Wer mehrmals pro Woche zur Tablette greift, braucht eher einen Plan gegen Übergebrauch als eine höhere Dosis.
Wann spricht der Schmerz für eine Migräne?
Migräne ist ein genetisch mitbedingtes neurologisches Leiden mit wiederkehrenden Anfällen mäßigen bis starken, oft pochenden Schmerzes, der den Alltag bremst. NICE nennt für Erwachsene eine Dauer von vier bis 72 Stunden, Verstärkung durch Routinebewegung, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit oder Übelkeit und Erbrechen. Der Schmerz kann einseitig oder beidseits sitzen. Eine typische Aura baut sich über mindestens fünf Minuten auf, bleibt vollständig rückbildungsfähig und dauert fünf bis 60 Minuten; Flimmern, Gesichtsfeldlücken, Kribbeln oder kurze Sprachstörung sind die üblichen Muster.
Nach GBD 2023 lag die globale Migräneprävalenz bei 14,1 Prozent, bei Frauen 17,6 und bei Männern 10,5 Prozent. Obwohl der Spannungstyp etwa doppelt so häufig war, entfielen rund 90 Prozent der durch Kopfschmerz verlorenen gesunden Lebensjahre auf die Migräne. Die Mayo Clinic (Stand 8. Juli 2025) spricht von etwa einer von fünf Frauen, einem von 16 Männern und einem von elf Kindern; hat ein Elternteil Migräne, liegt die Chance für das Kind bei etwa 50 Prozent. Anfälle beginnen oft in der Pubertät, häufen sich in den Dreißigern und werden später seltener.
Vier Phasen können aufeinanderfolgen, müssen es aber nicht. Prodromale Hinweise ein oder zwei Tage zuvor sind Verstopfung, Stimmungsschwankung, Heißhunger, Nackensteifigkeit, häufigeres Wasserlassen oder Gähnen. Die Attacke selbst bringt pochenden Schmerz, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, manchmal Geruchsüberempfindlichkeit, Übelkeit. Nach dem Anfall fühlen sich viele bis zu einem Tag wie ausgelaugt. CGRP, das Calcitonin-Gene-Related Peptide, gilt als wichtiger Botenstoff des Schmerzes; ältere Modelle, die nur verengte Gefäße oder nur Serotonin nannten, greifen zu kurz.
Auslöser sind individuell und keine moralische Schuld. Hormonschwankungen vor der Regel, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, Alkohol (besonders Rotwein), zu viel Koffein, Stress, grelles Licht, starke Gerüche, unregelmäßiger Schlaf, Wetterwechsel, ausgelassene Mahlzeiten und Zusatzstoffe wie Glutamat können Anfälle bahnen. NICE rät, kombinierte hormonelle Verhütung bei Migräne mit Aura nicht routinemäßig zu verordnen. Motorische Schwäche, Doppelbilder, nur ein Auge betreffende Sehstörung, Gleichgewichtsstörung oder Bewusstseinstrübung als Aura zwingen zur weiteren Abklärung, weil sie nicht zum üblichen Muster gehören.
Wie erkennt man einen Clusterkopfschmerz?
Clusterkopfschmerz ist selten, aber einer der heftigsten Primärschmerzen: kurze, streng einseitige Attacken um Auge oder Schläfe mit Unruhe und vegetativen Zeichen auf derselben Seite. NICE nennt eine Dauer von 15 bis 180 Minuten und eine Häufigkeit von einmal jeden zweiten Tag bis achtmal täglich. Auf der Schmerzseite können Auge rot oder tränend sein, die Nase laufen oder verstopfen, das Lid schwellen oder hängen, die Pupille enger werden. Zwischen den Clustern können Wochen bis Monate ohne Anfall liegen; dauert die schmerzfreie Pause in zwölf Monaten weniger als einen Monat, spricht man von chronischem Verlauf.
Die Cleveland Clinic und das American Family Physician schätzen die Lebenszeitprävalenz um 0,1 Prozent. Historisch sind Männer etwa dreimal häufiger betroffen, der Unterschied scheint kleiner zu werden, und der Beginn liegt oft zwischen 20 und 40 Jahren. Die Cleveland Clinic beschreibt, dass Anfälle häufig nachts auftreten, saisonal gebündelt wirken und durch Alkohol, besonders Rotwein, sowie Rauchen angestoßen werden können. Anders als bei Migräne suchen Betroffene Bewegung statt Dunkelheit und Stille.
Die britische Leitlinie stellt die drei häufigsten Primärformen so gegenüber:
| Merkmal | Spannungstyp | Migräne | Clusterkopfschmerz |
|---|---|---|---|
| Ort | Beidseits an Kopf, Gesicht oder Nacken | Einseitig oder beidseits | Einseitig um Auge und Schläfe |
| Qualität | Drückend, nicht pulsierend | Pulsierend | Stechend, brennend oder pochend |
| Stärke | Leicht bis mäßig | Mäßig bis stark | Stark bis sehr stark |
| Alltag | Alltagstätigkeit verstärkt den Schmerz nicht | Alltagstätigkeit verstärkt oder wird gemieden | Unruhe und Bewegungsdrang |
| Dauer | 30 Minuten bis durchgehend | 4 bis 72 Stunden bei Erwachsenen | 15 bis 180 Minuten |
Verwandte, noch seltenere Formen sind paroxysmale Hemikranie und andere trigeminoautonome Kopfschmerzen; sie unterscheiden sich vor allem in Attackenlänge, Häufigkeit und Ansprechen auf Indometacin. Weil diese Gruppe insgesamt unter einem Prozent liegt, empfiehlt das American Family Physician früh die Mitbehandlung durch Neurologie. Beim ersten Cluster empfiehlt NICE, die Frage einer Bildgebung mit einer kopfschmerzerfahrenen Hausärztin, einem Hausarzt oder mit Neurologie zu besprechen, nicht weil jeder Anfall einen Tumor bedeutet, sondern weil sekundäre Nachahmer ausgeschlossen gehören.
Akut sollen laut NICE Sauerstoff und ein subkutanes oder nasales Triptan angeboten werden, nicht Paracetamol, nichtsteroidale Antirheumatika, Opioide, Ergots oder orale Triptane. Sauerstoff bedeutet 100 Prozent mit mindestens 12 Litern pro Minute über eine Maske mit Reservoirbeutel, plus Versorgung für Zuhause und unterwegs. Zur Vorbeuge während einer Episode kommt Verapamil infrage; wer damit wenig Erfahrung hat, holt vor dem Start inklusive EKG-Überwachung fachlichen Rat. Die Mayo Clinic nennt zusätzlich Galcanezumab, das in den USA für episodischen Cluster zugelassen ist, Kortikoide als Brücke und nichtinvasive Vagusnervstimulation als ergänzende Option.
Welche anderen Erkrankungen lösen Kopfschmerz aus?
Sekundärer Kopfschmerz ist ein Symptom, keine eigene Primärdiagnose, und die Liste möglicher Auslöser ist lang. Die Mayo Clinic führt unter anderem akute Sinusitis, Dissektionen der Halsarterien, Hirnvenenthrombose, Aneurysma, Gefäßmissbildung, Tumor, Kohlenmonoxid, Chiari-Malformation, Gehirnerschütterung, COVID-19, Flüssigkeitsmangel, Zahnprobleme, Mittelohrentzündung, Enzephalitis, Riesenzellarteriitis, akutes Engwinkelglaukom, Kater, sehr hohen Blutdruck, Grippe und andere Fieberkrankheiten, Blutungen, Medikamente, Meningitis, Glutamat, Panikattacken, idiopathische intrakranielle Hypertension, Schlaganfall und Trigeminusneuralgie auf. Viele dieser Ursachen sind selten; entscheidend ist der zeitliche Zusammenhang plus passende Begleitzeichen.
Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet den Medikamentenübergebrauch als häufigste sekundäre Form von öffentlicher Bedeutung. Daneben nennt sie Infekte, entzündete Schläfenarterie und erhöhten Hirndruck als Beispiele, die in der Versorgung Gewicht haben. Eiskremkopfschmerz, Druck durch zu enge Helme oder Brillen und klassische Sinusschmerzen nach Erkältung gehören zu den meist gutartigen Varianten. Ein „Sinusschmerz“, der immer wiederkehrt und mit Lichtscheu oder Übelkeit einhergeht, ist laut American Family Physician oft eine verkanntte Migräne.
Besonders im mittleren und höheren Alter muss die Riesenzellarteriitis mitgedacht werden. Neu auftretender Kopfschmerz nach dem 50. Lebensjahr, Fieber, druckempfindliche Schläfe, Kauschmerz oder steife Schultern gehören rasch ins Labor, weil Sehnerv und Hirngefäße gefährdet sein können. Die Cleveland Clinic nennt als Schwelle für einen neuen Typ oft das 55. Lebensjahr. Ein Tumor als Ursache isolierten Kopfschmerzes ohne Tumoranamnese bleibt laut der AAFP-Übersicht unter 0,1 Prozent; Lungen-, Brustkrebs und malignes Melanom streuen vergleichsweise häufiger ins Gehirn.
Liquorverlust nach Punktion oder spontanem Leck erzeugt einen lageabhängigen Schmerz, der im Stehen zunimmt und im Liegen nachlässt. Umgekehrt kann ein lageunabhängiger, morgendlich starker Schmerz mit Sehstörung auf erhöhten Druck weisen. Trauma in den vorangehenden drei Monaten, Husten, Pressen, Niesen oder Belastung als Auslöser und eine deutliche Änderung eines bekannten Musters sind für NICE Gründe, weiter zu untersuchen oder zu überweisen, statt den Schmerz als „normalen“ Spannungstyp zu verbuchen.
Wann macht die Schmerztablette den Kopfschmerz schlimmer?
Regelmäßige Akutmittel können aus einem episodischen Primärschmerz einen fast täglichen Schmerz machen, den man Medikamentenübergebrauchskopfschmerz nennt. StatPearls (Aktualisierung 19. Januar 2025) folgt der ICHD-3: Kopfschmerz an mindestens 15 Tagen im Monat bei vorbestehender Kopfschmerzerkrankung plus Übergebrauch über mehr als drei Monate, ohne bessere andere Erklärung. Einfache Mittel wie Paracetamol oder nichtsteroidale Antirheumatika gelten ab 15 Einnahmetagen, Triptane, Opioide, Ergots und Kombinationspräparate bereits ab zehn Tagen im Monat als übergebraucht. Werden mehrere Klassen gemischt, zählt die Summe, auch wenn jede einzeln unter der Schwelle bleibt.
Die Weltgesundheitsorganisation sieht in manchen Bevölkerungen Anteile bis fünf Prozent, Frauen häufiger als Männer. StatPearls zitiert für 2015 eine weltweite Schätzung um ein Prozent und etwa ein Drittel der Menschen mit chronischer Migräne. GBD 2023 rechnet die Last des Übergebrauchs wieder der Migräne oder dem Spannungstyp zu, weil fast immer eine dieser Primärformen vorausgeht; mehr als die Hälfte der Spannungs-YLDs und ein relevanter Anteil der Migräne-YLDs hing in diesem Modell am Übergebrauch. Morgens starker Schmerz, Nackendruck, nachlassende Tablettenwirkung, schlechter Schlaf und Reizbarkeit sind typisch, aber nicht beweisend.
Die Diagnose wartet nicht mehr zwingend auf Besserung nach dem Absetzen; die ICHD-3 erlaubt die Zuordnung bereits, wenn Übergebrauch und Häufigkeit passen. NICE rät, alle übergebrauchten Akutmittel abrupt mindestens einen Monat zu stoppen, vorübergehende Verschlechterung und Entzugssymptome anzukündigen und engmaschig zu begleiten. Eine Vorbeuge der zugrunde liegenden Primärform kann parallel starten. Stationärer Entzug ist nicht Routine; er kommt infrage bei starken Opioiden, relevanten Begleiterkrankungen oder wiederholt gescheiterten Versuchen. Die Kontrolle nach vier bis acht Wochen prüft, ob die Diagnose hält.
StatPearls schätzt, dass nach gelungenem Absetzen etwa 30 Prozent binnen sechs Monaten und etwa 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren rückfällig werden. Deshalb gehört die Begrenzung der Akuttage fest in jede Beratung, nicht erst in die Spezialambulanz. NICE formuliert die Schwelle praktisch: Triptane, Opioide, Ergots oder Kombinationsanalgetika an zehn oder mehr Tagen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder ein Antirheumatikum an 15 oder mehr Tagen, jeweils über drei Monate oder länger.
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Welche Warnzeichen gehören in die Notaufnahme?
Ein Donnerschlagkopfschmerz, der innerhalb einer Minute seinen Gipfel erreicht und mindestens fünf Minuten anhält, gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Notfall. StatPearls (Aktualisierung 4. Juni 2023) betont, dass nicht die absolute Stärke, sondern die Geschwindigkeit des Anstiegs zählt; die ICHD-3 hält die Evidenz für einen harmlosen Primärtyp für schwach und verlangt eine zügige, gründliche Ursachensuche. Das American Family Physician beziffert die Vortestwahrscheinlichkeit für ernste Hirnpathologie, vor allem Subarachnoidalblutung, auf über 40 Prozent. NICE setzt die Schwelle für die Evaluation bei einem Gipfel innerhalb von fünf Minuten; beide Zeitangaben meinen denselben klinischen Alarm, nicht zwei verschiedene Krankheiten.
Häufigste ernste Ursachen des Donnerschlags sind Subarachnoidalblutung und das reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom. StatPearls nennt in Serien Subarachnoidalblutung bei 11 bis 25 Prozent der Donnerschlagvorstellungen und andere Hirnblutungen bei 5 bis 10 Prozent. Weitere Differenzialdiagnosen sind Dissektion, Hirnvenenthrombose, hypertone Krise, spontane Liquorhypotonie, Hypophysenapoplexie und schwere Infekte. Mehrere kurze Donnerschläge über Tage bis Wochen sprechen eher für Vasokonstriktion, besonders nach gefäßaktiven Substanzen, Wochenbett oder starker Anstrengung.
Do und Kolleginnen und Kollegen veröffentlichten 2019 in Neurology die SNNOOP10-Liste als Raster für Zweitursachen. Dazu gehören systemische Zeichen einschließlich Fieber, Tumoranamnese, neurologisches Defizit oder Bewusstseinstrübung, plötzlicher Beginn, höheres Alter, Musterwechsel oder neuer Schmerz, lageabhängiger Schmerz, Auslösung durch Niesen, Husten oder Belastung, Papillenödem, fortschreitender oder atypischer Verlauf, Schwangerschaft oder Wochenbett, schmerzhaftes Auge mit vegetativen Zeichen, Beginn nach Trauma, Immunschwäche und Schmerzmittelübergebrauch oder neues Medikament zum Zeitpunkt des Starts. Nicht jeder positive Punkt bedeutet denselben Zeitdruck; Donnerschlag, Nackensteife mit Fieber, Papillenödem mit Herdzeichen und akutes Glaukom gehören sofort in die Klinik.
Die Mayo Clinic nennt als Notfall zusätzlich Verwirrtheit, Ohnmacht, Fieber um 39 bis 40 Grad, einseitige Schwäche oder Taubheit, Seh-, Sprech- oder Gehstörung sowie Übelkeit, die nicht klar zu Grippe oder Kater passt. NICE ergänzt Wesensänderung, kognitive Störung, Trauma in etwa drei Monaten, Hinweise auf Riesenzellarteriitis und auf akutes Engwinkelglaukom (rotes, schmerzendes Auge, Nebelsehen, Halos). Wer einen bekannten Primärschmerz hat, aber ein völlig neues, heftigstes Muster erlebt, soll denselben Weg gehen wie beim ersten Donnerschlag.
Wie wird die Ursache diagnostiziert?
Die Diagnose eines Primärschmerzes stützt sich auf Vorgeschichte und Untersuchung, nicht auf einen Blutwert oder ein Bild, das Migräne „beweist“. Die Cleveland Clinic beschreibt, dass CT und MRT Spannungstyp, Migräne und Cluster nicht sichtbar machen; sie suchen nach Zweitursachen, wenn die Geschichte oder der neurologische Befund dazu zwingt. NICE rät ausdrücklich, Menschen mit gesicherter Spannung, Migräne, Cluster oder Übergebrauch nicht allein zur Beruhigung in die Bildgebung zu schicken. Ein unauffälliges Bild ersetzt keine klare klinische Einordnung.
NICE listet Situationen, in denen weitere Tests oder Überweisung erwogen werden sollen: Fieber plus sich verschlechternder Schmerz, Gipfel binnen fünf Minuten, neues neurologisches oder kognitives Defizit, Wesensänderung, Bewusstseinstrübung, frisches Schädeltrauma, Husten-Press-Nies- oder Belastungsauslösung, lageabhängiger Schmerz, Hinweise auf Riesenzellarteriitis oder akutes Glaukom, deutlicher Charakterwechsel. Bei neuem Schmerz kommen Immunschwäche, Krebs mit bekannter Hirnmetastasierung, Alter unter 20 plus Tumoranamnese und Erbrechen ohne andere Erklärung hinzu. Atypische Aura mit Paresen, Doppelbildern, einäugigen Sehstörungen, Gleichgewichtsstörung oder Bewusstseinstrübung gehört ebenfalls zur erweiterten Abklärung.
Im Notfall ist die native kraniale CT die erste Wahl, um Blutung oder Masseneffekt auszuschließen. Das American Family Physician empfiehlt bei Donnerschlag eine CT möglichst früh und, wenn das Bild unauffällig ist, eine Liquorpunktion, um eine Subarachnoidalblutung nicht zu übersehen. Außerhalb der Akutblutung ist die MRT mit und ohne Kontrast oft die bessere Suche nach Entzündung, hinterer Schädelgrube, Gefäßprozess oder Raumforderung. EEG hilft bei Kopfschmerz kaum, außer bei sehr untypischer Aura. Bluttests und Bildgebung der Nasennebenhöhlen haben ihren Platz bei Fieber, Entzündungsverdacht oder klarer Sinusitis, nicht als Routine bei jedem Spannungsreif.
Drei Fragen zu Lichtscheu, Übelkeit und alltagsstörendem Schmerz in den vergangenen drei Monaten können in der Praxis den Verdacht auf Migräne schärfen, ersetzen aber keine vollständige Anamnese. Familienvorgeschichte, Reiseübelkeit in der Kindheit, gebündelte Anfälle um die Regel und wiederkehrende „Sinusattacken“ bei normalem neurologischem Befund gehören in dasselbe Bild. Wer mehrere Typen vermutet, führt das Tagebuch so, dass jeder Tag eine eigene Zeile bekommt; sonst verschwimmen Cluster, Migräne und Übergebrauch zu einem einzigen „ständigen Schmerz“.
Welche Behandlung hilft akut und vorbeugend?
Die Therapie folgt dem Typ: Spannungstyp mit einfachen Analgetika und ohne Opioide, Migräne möglichst früh mit wirksamer Kombination, Cluster mit Sauerstoff oder raschem Triptan. NICE (Aktualisierung Juni 2025) setzt bei Migräne als akute Standardwahl ein orales Triptan plus ein nichtsteroidales Antirheumatikum oder plus Paracetamol. Wer nur ein Mittel nehmen will, kann ein Triptan, ein Antirheumatikum, 900 Milligramm Acetylsalicylsäure oder Paracetamol erwägen; bei 12- bis 17-Jährigen eher ein nasales Triptan. Ein Mittel gegen Übelkeit darf auch ohne Erbrechen dazukommen. Ergots und Opioide sollen akut nicht angeboten werden.
Rimegepant, ein oraler CGRP-Hemmer, ist nach NICE-Nutzenbewertung eine Option, wenn mindestens zwei Triptane nicht gereicht haben oder nicht vertragen wurden und einfache Schmerzmittel ebenfalls versagt haben. Zur Vorbeuge stehen Propranolol, Topiramat und Amitriptylin nach der Fassung von 2025 gleichrangig zur Diskussion, jeweils mit eigenen Risiken. Topiramat unterliegt einem Schwangerschaftsverhütungsprogramm und entfällt in der Schwangerschaft. Gabapentin soll zur Migränevorbeugung nicht angeboten werden. Die Notwendigkeit der Prophylaxe wird nach drei bis sechs Monaten geprüft.
Hier weichen zwei aktuelle Texte voneinander ab, und das soll so stehen bleiben. Die American Headache Society stellte im März 2024 fest, dass CGRP-Antikörper (Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab, Eptinezumab) und die Gepante Rimegepant und Atogepant eine Erstlinie der Vorbeuge sein können, ohne dass zuvor unspezifische Vorbeuger versagt haben müssen. NICE hält CGRP-Hemmer in den Technologiebewertungen weiter für Erwachsene mit mindestens vier Migränetagen im Monat vor, bei denen mindestens drei Vorbeuger nicht gewirkt haben, nicht vertragen wurden oder unsicher sind; nach zwölf Wochen soll gestoppt werden, wenn die Anfallsfrequenz bei episodischer Migräne nicht um mindestens 50 Prozent und bei chronischer nicht um mindestens 30 Prozent sinkt. Onabotulinumtoxin A bleibt bei chronischer Migräne eine Option, wenn der Übergebrauch mitbehandelt ist.
Nicht jedes Mittel wirkt bei jedem Typ. Cluster braucht schnelle, nicht orale Wege; Spannungstyp braucht selten ein Triptan. Riboflavin 400 Milligramm einmal täglich kann laut NICE bei manchen die Migränehäufigkeit mindern, ist aber ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Ersatz für eine klare Diagnose. In der Schwangerschaft nennt NICE Paracetamol als akute Basis und erwägt Triptan oder Antirheumatikum nur nach Nutzen-Risiko-Gespräch; Vorbeuge in der Schwangerschaft gehört in fachkundige Hände. Eine Heilung des Primärschmerzes verspricht keine der Leitlinien; Ziel sind weniger und erträglichere Anfälle.
Was kann zu Hause den Schmerz lindern?
Bei einem bekannten, harmlosen Muster können Ruhe, Dunkelheit, Flüssigkeit und Wärme oder Kälte die erste Stunde überbrücken, ersetzen aber keine Diagnose bei neuem oder verändertem Schmerz. Die Cleveland Clinic nennt Kühl- oder Wärmeauflagen, Dehnung, Massage von Kopf, Nacken oder Rücken, einen dunklen ruhigen Raum und einen Spaziergang. Bei Migränebeginn kann Wasser helfen, besonders nach Erbrechen; ein kühles Tuch und gelernte Entspannungstechniken ergänzen das Bild, das die Mayo Clinic für die Attacke beschreibt. Extreme Temperaturen auf der Haut sind unnötig; es reicht, was als lindernd empfunden wird.
Ein Tagebuch macht aus Vermutungen Muster. Sinnvoll sind Tag und Uhrzeit des Starts, Essen und Trinken der letzten 24 Stunden, Schlafdauer, Tätigkeit unmittelbar zuvor, Dauer des Schmerzes und was ihn beendet hat. NICE nutzt dasselbe Instrument, um die Wirkung von Therapie zu prüfen. Wer Koffein, Alkohol, Schichtarbeit oder lange Bildschirmphasen bündelt, sieht oft erst auf dem Papier, welcher Baustein sich häufen lässt. Die Mayo Clinic fasst Lebensstil unter regelmäßigem Schlaf, Bewegung in kleinen Schritten, festen Mahlzeiten, Dokumentation und Stressregulation zusammen.
Nicht jede „alternative“ Methode ist gleich gut belegt. NICE erwägt Akupunktur gezielt beim chronischen Spannungstyp und als Option, wenn die drei Standardvorbeuger der Migräne nicht tragen. Kognitive Verfahren, Biofeedback und Entspannung können die Häufigkeit senken, vor allem wenn sie den Griff zur Tablette ersetzen statt ergänzen. Pflanzliche Mischungen ohne geprüfte Dosis gehören nicht in denselben Korb wie ein dokumentierter Akupunkturkurs. Wer fast täglich ein rezeptfreies Mittel braucht, behandelt zu Hause den Übergebrauch nicht mit einer weiteren Packung, sondern mit einem ärztlichen Absetzplan.
Die folgenden Schritte sind bei bekanntem Primärschmerz oft sinnvoll und bleiben unter der Schwelle eines Notfalls:
- Legen Sie sich in einen abgedunkelten, ruhigen Raum und trinken Sie Wasser, besonders wenn Übelkeit oder Erbrechen droht.
- Nutzen Sie Wärme oder Kälte am Nacken oder an der Stirn in einer Stärke, die als angenehm gilt, ohne Hautschäden zu riskieren.
- Nehmen Sie das vereinbarte Akutmittel früh, nicht erst wenn der Schmerz den ganzen Tag blockiert hat.
- Zählen Sie Einnahmetage im Monat, damit zehn oder fünfzehn Tage nicht unbemerkt überschritten werden.
- Brechen Sie Selbstversuche ab und suchen Sie Hilfe, sobald Fieber, Nackensteife, Lähmung oder ein Donnerschlag dazukommen.
Häufige Fragen
Sind die meisten Kopfschmerzen gefährlich?
Nein. In der Hausarztpraxis überwiegen Spannungstyp und Migräne, und bedeutsame Hirnbefunde sind bei unauffälliger Untersuchung selten. Gefährlich wird der Schmerz, wenn Warnzeichen wie Donnerschlag, Fieber mit Nackensteife, neues Defizit oder ein völlig neues Muster nach dem 50. Lebensjahr dazukommen. Dann zählt die Geschwindigkeit der Abklärung, nicht die Beruhigung durch ein unnötiges Bild.
Kann Stress allein solchen Schmerz auslösen?
Stress ist ein häufiger Auslöser von Spannungstyp und Migräne, aber keine eigene Zweitkrankheit im Sinn der ICHD-3. Er kann Muskeln anspannen und Anfälle bahnen, erklärt jedoch keinen Donnerschlag und kein Fieber. Wer nur in Belastungsspitzen Schmerz hat und dazwischen beschwerdefrei ist, hat oft einen Primärtyp. Ein neues, andersartiges Muster unter Stress darf trotzdem nicht pauschal als „nur Psyche“ abgetan werden.
Wie oft darf ich Schmerzmittel gegen Kopfschmerz nehmen?
Einfache Mittel sollen nicht an 15 oder mehr Tagen im Monat über mehr als drei Monate laufen, Triptane, Opioide, Ergots und Kombinationspräparate nicht an zehn oder mehr Tagen. NICE und die ICHD-3 nutzen genau diese Schwellen für den Übergebrauch. Wer sie erreicht, braucht einen Absetzplan und oft eine Vorbeuge der Primärform, nicht eine höhere Akutdosis. Nach dem Stopp kann der Schmerz zuerst zunehmen, bevor er seltener wird.
Brauche ich ein CT oder MRT bei jedem Kopfschmerz?
Nein. NICE rät, bei klarer Primärdiagnose nicht allein zur Beruhigung zu scannen. Bildgebung ist sinnvoll bei Warnzeichen, pathologischer Untersuchung oder atypischem Verlauf. Im Notfall steht die native CT vorn, danach bei Bedarf die Liquorpunktion; geplant ist die MRT oft die bessere Suche. Ein unauffälliges Bild beweist keine Migräne und schließt Übergebrauch nicht aus.
Hilft Vitamin B2 gegen Migräne?
NICE gibt an, dass Riboflavin 400 Milligramm einmal täglich bei manchen Menschen Häufigkeit und Stärke mindern kann. Es ist ein ergänzender Versuch, kein Ersatz für Triptan, Vorbeuge oder Abklärung von Warnzeichen. Andere Nahrungsergänzungen ohne Leitlinienbeleg sollten nicht mit dieser Dosisempfehlung vermischt werden. Ob der Versuch lohnt, hängt von Anfallszahl, Begleittherapie und Unverträglichkeiten ab.
Wann muss ich nachts in die Klinik?
Sofort, wenn der Schmerz wie ein Donnerschlag kommt, der stärkste Ihres Lebens ist oder mit Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung, Verwirrtheit, Fieber und Nackensteife oder nach einem Unfall auftritt. Dieselbe Dringlichkeit gilt bei rotem, hartem, sehr schmerzhaftem Auge mit Nebelsehen. Ein bekannter Spannungstyp, der sich wie immer anfühlt, gehört nicht in diese Liste. Im Zweifel gilt die strengere Schwelle, weil Minuten bei einer Blutung zählen.
![[Akupunktur für Kopfschmerzen]](https://demedbook.com/images/1/what-is-causing-this-headache_3.jpg)
Fazit
Wiederkehrender Schmerz ohne Warnzeichen ist in der Regel ein Primärtyp. Spannung drückt beidseits und lässt den Alltag oft noch zu, Migräne pocht und zwingt zur Pause, Cluster sticht einseitig mit tränendem Auge und Unruhe. Die Last ist seit den GBD-Daten von 2023 klarer beziffert: Milliarden Betroffene, doppelt so hohe Behinderung bei Frauen, der größte Schaden durch Migräne, ein relevanter Anteil durch Tablettenübergebrauch. Ältere Sätze, die Migräne in eine Rangliste der Todesursachen schoben, waren fachlich schief; gemessen wird verlorene Lebensqualität.
Was sich seit 2018 geändert hat, betrifft vor allem Einordnung und Vorbeuge. Die ICHD-3 erlaubt die Sekundärdiagnose ohne Wartezeit auf Besserung, SNNOOP10 sortiert rote Flaggen, CGRP-Hemmer sind als migränespezifische Therapie etabliert, und NICE hat 2025 die Reihenfolge der Vorbeuger und die Stoppregeln für Antikörper geschärft. Die amerikanische Fachgesellschaft geht bei CGRP weiter in Richtung Erstlinie als die britische Nutzenbewertung; beide Texte ernst zu nehmen heißt, Chancen und Zugangshürden beim Namen zu nennen statt eine mittlere Dosis zu erfinden.
Praktisch zählt morgen das Muster auf dem Papier, die Zahl der Einnahmetage und die Ehrlichkeit gegenüber Warnzeichen. Einfache Mittel früh und selten, migränespezifische Akuttherapie nach Leitlinie, Vorbeuge wenn der Monat voller Anfälle ist, Sauerstoff und rasches Triptan beim Cluster, Absetzen statt Aufstocken beim Übergebrauch. Donnerschlag, Fieber mit Nackensteife, neues Defizit und ein völlig neues Muster nach dem 50. Lebensjahr gehören nicht in die Hausapotheke. Der Rest lässt sich oft steuern, auch wenn keine Leitlinie eine Heilung des Primärschmerzes verspricht.
Quellen
- National Institute for Health and Care Excellence: Headaches in over 12s: diagnosis and management. National Institute for Health and Care Excellence, Stand: Juni 2025.
- Mayo Clinic Staff: Headache – Causes and definition. Mayo Clinic, 11. Juli 2026.
- Cleveland Clinic: Headache: What It Is, Types, Causes, Symptoms and Treatment. Cleveland Clinic, 29. August 2022.
- Viera AJ, Antono B: Acute Headache in Adults: A Diagnostic Approach. American Family Physician, September 2022.
- World Health Organization: Migraine and other headache disorders. World Health Organization, Stand: 2024.
- Aleksenko D, Lui F et al.: Medication Overuse Headache. StatPearls, 19. Januar 2025.
- Mayo Clinic Staff: Migraine – Symptoms and causes. Mayo Clinic, 8. Juli 2025.
- GBD 2023 Headache Collaborators: Global, regional, and national burden of headache disorders, 1990-2023: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2023. The Lancet Neurology, Dezember 2025.
- Do TP, Remmers A et al.: Red and orange flags for secondary headaches in clinical practice: SNNOOP10 list. Neurology, 15. Januar 2019.
- Sekhon S, Sharma R et al.: Thunderclap Headache. StatPearls, 4. Juni 2023.
- Charles AC, Digre KB et al.: Calcitonin gene-related peptide-targeting therapies are a first-line option for the prevention of migraine: An American Headache Society position statement update. Headache, 11. März 2024.
