Zusätzlich zur Chemotherapie verdoppelt dieses Medikament das Lungenkrebs-Überleben

Eine neue Studie legt nahe, dass die Kombination einer Chemotherapie mit einem Medikament, das das Immunsystem stärkt, Menschen mit einer besonders aggressiven Form von Lungenkrebs helfen kann, länger zu leben, ohne dass sich die Krankheit fortsetzt.

junge Frau im Krankenhausbett

Die neue klinische Phase-III-Studie zeigte, dass die Zugabe des Immuntherapeutikums Pembrolizumab zur Chemotherapie das doppelte Überleben bei Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und keine Mutationen im Gen für epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) oder der anaplastischen Lymphomkinase ( ALK) -Gen.

Die Ergebnisse des Prozesses, der in mehr als einem Dutzend Ländern stattfand, werden jetzt im Internet veröffentlicht.

Die Studie wurde auch auf der jüngsten Jahrestagung der American Association for Cancer Research in Chicago, IL vorgestellt.

"Die Daten zeigen", erklärt Leitende Autorin Prof. Leena Gandhi, Leiterin des Thoracic Medical Oncology Program an der NYU Langone Health in New York City, "dass die Behandlung mit Pembrolizumab und Chemotherapie zusammen effektiver ist als die alleinige Chemotherapie."

Prof. Gandhi stellt fest, dass einige Gruppen von NSCLC-Patienten zusätzlich zur Chemotherapie von Immuntherapeutika profitieren, die ihre natürliche Antikrebs-Abwehr stärken, und eine gezielte Therapie, die Mutationen in Genen wie EGFR und ALK verhindert.

Seit über 30 Jahren ist jedoch die Chemotherapie allein die "Standardbehandlung" für diejenigen, die nicht-mutigen NSCLC ohne mutierte EGFR oder ALK-Gene haben.

Die Ergebnisse der Studie könnten für diese Gruppe den Weg zu einem "neuen Behandlungsstandard" ebnen, fügt sie hinzu.

Ein aggressiver Lungenkrebs

Lungenkrebs ist der am zweithäufigsten diagnostizierte Krebstyp und die Hauptursache für Krebstodesfälle in den Vereinigten Staaten.

Etwa 80-85 Prozent der Lungenkarzinome sind NSCLC, von denen es mehrere Subtypen gibt. Davon entfallen 70-75 Prozent der Fälle auf nicht-qua- siquen NSCLC.

In den meisten Fällen von NSCLC hat es zum Zeitpunkt der Diagnose der Krankheit bereits Metastasen erreicht – das heißt, das Stadium, in dem der Krebs in das nahe gelegene Gewebe eingedrungen ist oder sich auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat.

Dies ist der Hauptgrund dafür, dass die Überlebensraten bei diagnostiziertem NSCLC im Vergleich zu vielen anderen Krebsarten schlecht sind.

Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie wurde bereits in den USA zur Behandlung dieser Patientengruppe zugelassen. Die Genehmigung wurde nach einer Phase-II-Studie erteilt, die von Prof. Gandhi gemeinsam geleitet wurde.

Kombinierte Therapien verdoppelten Überlebensraten

In der neu berichteten Phase-III-Studie rekrutierten die Forscher nach dem Zufallsprinzip 616 Personen mit metastasiertem nicht-quasennachem NSCLC von 118 Standorten in über einem Dutzend Ländern.

Sie teilten den Teilnehmern nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 2: 1 entweder Pembrolizumab und die Standard-Chemotherapie (405 Teilnehmer) oder die Standard-Chemotherapie und ein Placebo (202 Teilnehmer) zu.

Die Standard-Chemotherapie bestand aus einem Platin-basierten Medikament mit "Pemetrexed Erhaltungstherapie".

Keiner der Teilnehmer war vor der Teilnahme an der Studie wegen Krebs behandelt worden, und keiner hatte Mutationen in seinen EGFR- oder ALK-Genen und konnte sich daher nicht für eine zielgerichtete Therapie qualifizieren.

Sie fanden heraus, dass zusätzlich zu den verbesserten Ansprechraten die Raten des "Gesamt- und progressionsfreien Überlebens" in der Gruppe, die eine Standardchemotherapie mit Pembrolizumab erhielt, größer waren.

Die Wahrscheinlichkeit eines Fortschreitens der Krankheit oder des Todes bei denjenigen, die eine Chemotherapie mit Pembrolizumab erhalten hatten, war um 48 Prozent geringer als jene, die eine Chemotherapie mit Placebo erhielten.

Dies legt nahe, dass die Zugabe des Immuntherapeutikums zur platinbasierten Standard-Chemotherapie das Gesamt- und progressionsfreie Überleben nahezu verdoppelt hat.

"Die Anwendung dieser Kombinationstherapie zur Behandlung von Patienten mit einer solchen aggressiven Erkrankung könnte ein wichtiger Schritt sein, um Patienten länger gesund und gesund zu erhalten."

Prof. Leena Gandhi

Die Gesamtchancen für Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen ungefähr gleich: bei der Chemotherapie mit Pembrolizumab-Gruppe betrug sie 67,2 Prozent und bei der Chemotherapie mit Placebo-Gruppe 65,8 Prozent.

Die häufigsten Nebenwirkungen in beiden Gruppen waren Anämie, Übelkeit und Müdigkeit. Bei der Chemotherapie mit der Pembrolizumab-Gruppe (5,2 Prozent) bestand jedoch eine höhere Chance, eine "Nierenschädigung" zu entwickeln als bei der Chemotherapie mit Placebo-Gruppe (0,5 Prozent).

Die Studie wurde von Merck unterstützt, und einige Mitarbeiter des Pharmaunternehmens waren an der Analyse der Ergebnisse, der Überprüfung und der Erstellung des Berichts beteiligt. Ein anderes Pharmaunternehmen, Eli Lilly, lieferte das Pemetrexed.

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