Infektionen & Immunsystem
Herpes gladiatorum ist eine HSV-1-Hautinfektion bei Kontaktsport. Gruppierte Blasen, 120 Stunden Virostatikum vor der Matte; Augenreiz sofort zum Arzt.
Epiglottitis schwillt den Kehldeckel an und kann die Luftwege binnen Stunden verlegen. Notruf 112 bei Speichelfluss und Stridor; Hib-Impfung senkt das Risiko.
Emphysem zerstört die Lungenbläschen dauerhaft. Typische Symptome, GOLD-Spirometrie, Inhalatoren und wann bei blauen Lippen der Notarzt nötig ist.
Enzephalitis ist eine Hirnentzündung. Fieber plus Verwirrtheit gilt als Notfall; Aciclovir startet oft sofort, Autoimmunformen brauchen Immuntherapie.
Clostridium difficile kann nach Antibiotika wässrigen Durchfall auslösen. Ab drei Stühlen täglich zum Arzt; erste Wahl sind oft Fidaxomicin oder Vancomycin.
Basophilie bedeutet zu viele Basophile im Blut. Ab 0,4 × 10⁹/l plus Leukozytose prüft der Arzt oft auf CML; leichte Anstiege kontrolliert man nach 3–4 Wochen.
Morbus Behçet entzündet Arterien und Venen. Typisch sind Aphthen, Genitalulzera und Uveitis; bei Sehstörung oder Gerinnsel sofort zum Arzt, oft mit TNF-Hemmern.
Bilharziose entsteht durch Hautkontakt mit Süßwasser in Endemiegebieten. Blut im Urin nach Afrika-Reise abklären; Praziquantel wirkt erst bei adulten Würmern.
Bronchiektase weitet die Bronchien dauerhaft. Typisch sind täglicher Husten mit Auswurf und Schübe. CT sichert die Diagnose; Sekrettraining gehört zum Alltag.
Aseptische Meningitis: Hirnhautentzündung ohne Bakteriennachweis. Fieber, Kopfschmerz, Nackensteife; PCR klärt oft. Bei Verdacht sofort ärztlich klären.
Bronchospasmus verengt die Bronchien. Asthma, Reizstoffe oder Sport sind häufige Auslöser. Peak-Flow unter 50 Prozent oder blaue Lippen: Notruf 112 wählen.
Eine Fall-Kontroll-Studie vergleicht Erkrankte mit Kontrollen. Odds Ratio, Erinnerungsfehler und die Wahl der Kontrollen entscheiden über die Aussagekraft.
Sinusdruck entsteht durch geschwollene Schleimhaut. Kochsalzspülung kann lindern; nach zehn Tagen ohne Besserung oder mit Augensymptomen zum Arzt.
Ungeschützter Analverkehr, gemeinsame Nadeln und hohe Viruslast erhöhen das HIV-Risiko. Unmessbare Last schließt Übertragung aus; PEP binnen 72 Stunden.
Adenopathie meint vergrößerte Lymphknoten, meist nach Infekt. Ab zwei bis vier Wochen, bei Fieber oder Nachtschweiß zum Arzt; Atemnot sofort klären.
Nach dem Tod kühlt der Körper, wird steif und bekommt Totenflecke. Stadien, Zeitrahmen, Infektionsrisiko laut WHO und Hirntod-Kriterien stehen im Überblick.
Akute Hepatitis C bleibt oft still; rund 70 Prozent werden chronisch. Nach Blutkontakt RNA-Test, Tabletten acht bis zwölf Wochen, bei Gelbsucht zum Arzt.
Kochsalzspülung kann Sekret lösen; Leitungswasser bleibt unsicher. Dampf besser unter der Dusche, nach zehn Tagen ohne Besserung sofort zum Arzt gehen.
Grüner oder gelber Schleim zeigt Entzündungszellen, nicht automatisch Bakterien. Farbe allein rechtfertigt kein Antibiotikum; Blut oder Schaum braucht den Arzt.
Ätherische Öle töten Grippeviren nicht im Körper. Dampf kann Husten lindern, Impfung und Virostatika bleiben Standard; bei Atemnot sofort Hilfe holen.
Das Lymphsystem führt Gewebewasser zurück, nimmt Fette auf und prüft Erreger in Knoten. Schwellung über Wochen, harte Knoten oder Fieber abklären lassen.
Blutstreifen im Sputum entstehen oft durch Infekte. Mehr als ein Teelöffel Blut, Brustschmerz oder Luftnot gehören in die Notaufnahme; CT klärt die Quelle.
Schleim in der Brust kommt meist von Viren, seltener COPD oder Reflux. Gelber Auswurf allein braucht kein Antibiotikum; Blut und Atemnot sind Notfälle.
Fournier-Gangrän ist eine rasche Nekrose am Damm. Oft nach Abszess oder Darmleck; Diabetes und SGLT2-Hemmer zählen. Bei Schmerz und Fieber sofort in die Klinik.
