Medikamente & Zulassungen
Wirkstoffe, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und neue Entscheidungen von FDA und EMA. Was im Beipackzettel steht und welche Arzneimittel die Forschung gerade prüft.
Zoloft übertrifft Placebo oft nur knapp. NICE 2022 rät bei leichter Depression nicht automatisch zum SSRI. Bei Suizidgedanken sofort ärztliche Hilfe holen.
Flibanserin (Addyi) kann bei HSDD das Verlangen leicht steigern. 100 mg zur Nacht, zwei Stunden Abstand zu Alkohol. Nach 8 Wochen den Nutzen prüfen.
Omalizumab kann bei allergischem Asthma Anfälle und orale Steroide senken. Nach 4–6 Monaten Wirkung prüfen; bei Atemnot oder Schwellung sofort Hilfe holen.
Xarelto senkt bei nicht valvulärem Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko. 20 mg zum Abendessen, bei Niere 15 mg. Bei Blutung oder Lähmungszeichen 112 rufen.
Xgeva (Denosumab) verzögert Knochenbrüche bei Metastasen und Myelom. 120 mg alle vier Wochen; Kalzium prüfen, Zahnarzt vor Start, Rebound nach Absetzen.
Xarelto verhindert bei Vorhofflimmern Schlaganfälle ähnlich wie Warfarin und senkt Hirnblutungen. 20 mg zum Abendessen; bei Klappe bleibt Warfarin.
Gesundheitstechnik nutzt Daten, Genomtests, CAR-T und Videosprechstunden. Was Leitlinien fordern, wann Apps reichen und wann rasch der Arzt nötig ist.
Meldonium kann bei Angina die Belastung stützen, fehlt in Leitlinien. In der EU unzulässig, im Sport verboten. Nachweis oft monatelang. Bei Enge 112.
Nexium (Esomeprazol) senkt Magensäure bei Reflux. Einnahme eine Stunde vor dem Essen, oft 4–8 Wochen; bei Blutstuhl, Schluckstörung oder Brustschmerz zum Arzt.
Xanax (Alprazolam) dämpft Angst über GABA, gilt nicht als Dauertherapie. FDA-Kasten 2020 warnt vor Opioiden und Entzug; Dosis nur ärztlich, nie abrupt stoppen.
Pregabalin (Lyrica) mindert Nervenschmerz und Anfälle. Oft Schwindel; mit Opioiden Atemrisiko. Dosis nur mit Arzt ändern, bei Atemnot den Notarzt rufen.
Betablocker senken Puls und Herzarbeit. Bei Herzschwäche bleiben sie Standard, nach Infarkt mit erhaltener Pumpkraft oft ohne Nutzen. Nie abrupt absetzen.
Lamictal-Ausschlag meist in Woche 2 bis 8. Bei Blasen, Fieber oder Mundwunden sofort in die Klinik. Valproat und schnelle Dosissteigerung erhöhen das Risiko.
COPD-Inhalatoren: Bronchodilatatoren, Kortison und Tripeltherapie nach GOLD A, B, E. Eosinophile steuern das Kortison. Bei starker Atemnot oder Fieber zum Arzt.
Ibuprofen lindert Schmerz, Fieber und Entzündung. Frei bis 1200 mg täglich; ab Woche 20 der Schwangerschaft meiden. Bei Brustschmerz oder Teerstuhl Hilfe rufen.
Vollnarkose macht bewusstlos und schmerzfrei. Klare Flüssigkeit bis 2 Stunden, typisch Übelkeit; Wachheit selten. Bei Atemnot oder Fieber sofort Hilfe holen.
Interferon kann Fieber, Neutropenie und Depression auslösen. Bei Hepatitis C gelten Tabletten; bei Brustschmerz, Sehverlust oder Suizidgedanken Hilfe holen.
Singulair (Montelukast) hemmt Leukotriene bei Asthma und Heuschnupfen. Seit 2020 Rahmenwarnung zur Psyche; Dosis nach Alter, Stimmungswechsel rasch abklären.
PCP (Phencyclidin, Engelstaub) blockiert NMDA-Rezeptoren und kann Psychose, Krämpfe oder Rhabdomyolyse auslösen. Wann 112 nötig ist, was die Klinik tut.
Rote-Mann-Syndrom: Infusionsreaktion auf Vancomycin mit Rötung von Gesicht und Hals. Infusion stoppen, Antihistaminika, Tempo senken; bei Atemnot Notfall.
Ozontherapie ist in den USA nicht zugelassen. FDA nennt Ozon giftig; Cochrane 2015 und eine Übersicht 2026 sehen unsichere Evidenz. Bei Atemnot sofort klären.
Nuklearmedizin zeigt Organfunktion mit PET und SPECT. Therapie mit Iod-131 oder Lutetium-177. Schwangerschaft und Stillen vorab klären, Nutzen abwägen.
Lipitor senkt LDL-Cholesterin; Start oft 10–20 mg täglich, Kontrolle nach 4 Wochen. Unerklärte Muskelschmerzen oder Gelbsucht sofort der Praxis melden.
Etanercept (Enbrel) hemmt TNF bei RA, Psoriasis und Spondylitis. Üblich 50 mg wöchentlich; TB-Test vor dem Start. Fieber oder Atemnot sofort klären.
